ERBSTREITIGKEITEN

Eine Million Erbfälle gibt es in Deutschland pro Jahr. Nur ca. jeder fünfte Deutsche verfasst ein Testament. Von diesem Fünftel sind über 90% inhaltlich verfehlt, unklar, widersprüchlich oder sogar unwirksam.

Erbstreitigkeiten wegen unzureichender oder fehlerhafter Testamente sind keine Ausnahme. Sie führen, je mehr Geld vorhanden und zu vererben ist, zu verbissenen Kämpfen unter den Erben. Viele Erben erfahren erst bei der Testamentseröffnung, was ihnen nach dem Willen des Erblassers zustehen soll.

Die Erbengemeinschaft ist eine Zwangsgemeinschaft. Schon bei der Verwaltung des Nachlasses können Probleme auftreten, die zu Streit unter den Miterben führen. Gemeinsame Entscheidungen zu finden, wird oft durch unterschiedliche Interessen, Beziehungen und Gefühle erschwert. In der Praxis sind daher Erbengemeinschaften, die nach der gerichtlichen Auseinandersetzung nicht mehr miteinander reden und völlig zerstritten sind, keine Ausnahme.

Einvernehmliche Lösungen vor und nach dem Erbfall helfen, das Vermögen über Generationen in der Familie zusammenzuhalten. Durch faire Auseinandersetzungen kann der Familienfrieden und die Achtung und Wertschätzung der Mitstreiter untereinander erhalten bleiben.

Mediation hilft bei der Erstellung eines Testaments, die Wünsche aller Beteiligten zu erfassen und umzusetzen und nach dem Erbfall gemeinsam mit allen Betroffenen Lösungen zu finden, die den Familienfrieden erhalten, ohne jemanden zu übervorteilen.

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