8. Versorgungsausgleich

Der Versorgungsausgleich soll einen ausgewogenen Anteil beider Ehegatten an der Altersversorgung gewährleisten. Deshalb werden die in der Ehezeit erworbenen Anwartschaften oder Aussichten auf Altersversorgung so ausgeglichen, dass beiden die Hälfte des Wertes zusteht. Ausgeglichen werden:

  • Pensionen der Beamten, Richter, Soldaten
  • Renten und Rentenanwartschaften aus der gesetzlichen Rentenversicherung
  • Anwartschaften und Aussichten aus betrieblichen Altersversorgungen aller Art
  • Renten und Anwartschaften aus privaten Versicherungsverträgen, die zu Versorgungszwecken geschlossen werden.

Der Beginn des Getrenntlebens der Eheleute hat keine Bedeutung für die Berechnung des Versorgungsausgleichs. Wichtig ist nur der Tag der Eheschließung und das Datum des Scheidungsantrags.

Der Versorgungsausgleich wird unabhängig von Unterhaltszahlungen und ohne Rücksicht auf den Güterstand – also auch bei Gütertrennung – durchgeführt!

In vielen Fällen ist dieser gesetzliche Ausgleich für die Ehegatten geeignet. In anderen Fällen sind jedoch individuelle Vereinbarungen besser, insbesondere dann, wenn es um den Ausgleich einer höheren Betriebsrente geht oder eine „Paketlösung“ mit Unterhalt und Zugewinn in Betracht kommt. In der Mediation können Sie bei KONSENS regeln, welche Lösung für Sie richtig ist.

Vorweg können Sie selbst ermitteln, wie hoch die eigene Rente ausfällt. Unter www.drv-oldenburg-bremen.de   steht Ihnen in der Rubrik „Services/Online-Dienste“ ein Rentenrechner zu Verfügung.