7. Ehewohnung

Die rechtlichen Folgen einer Ehescheidung für ein Mietverhältnis hängen im Wesentlichen davon ab,

  • wer Mieter der Ehewohnung ist
  • ob sich die Ehegatten darüber einig sind, wer in der Wohnung bleiben soll
  • ob der Vermieter bereit ist, einer Vertragsänderung oder  -anpassung zuzustimmen
  • Wer weiterhin in der Ehewohnung bleibt, müssen die Ehegatten untereinander ausmachen. Diese Frage, wer in der Ehewohnung bleibt, muss vor der Scheidung zwingend geklärt werden. Wenn beide Ehegatten eine neue Wohnung beziehen, hat sich diese Frage natürlich erübrigt. Ebenfalls verteilt werden müssen sämtliche Einrichtungsgegenstände (Hausrat).
  • TIPP: Oft wurde der Mietvertrag über die Ehewohnung von beiden Ehepartnern unterschrieben. Derjenige, der auszieht, sollte den Vermieter bitten, ihn aus dem Mietvertrag zu entlassen. Ansonsten haftet der ausziehende Ehegatte weiterhin für die Miete der Ehewohnung, obwohl er diese gar nicht mehr benutzt. Will der Vermieter den ausziehenden Ehegatten nicht aus dem Vertrag entlassen, so hilft nur die Kündigung durch beide Ehegatten. Der andere Ehegatte kann dann dem Vermieter einen neuen Mietvertrag anbieten, den er als alleiniger Mieter mit dem Vermieter schließt.
  • Es besteht übrigens ein Anspruch des ausziehenden Ehegatten gegenüber dem verbleibenden Ehegatten auf gemeinschaftliche Kündigung gegenüber dem Vermieter. Der verbleibende Ehegatte kann letztlich seine notwendige Mitwirkung bei der Kündigung nicht verweigern.

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